Zusammenschluss von HEKS und Brot für alle auf gutem Weg

12.04.2019

Zürich/Bern, 12. April 2019. Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) und Brot für alle haben sich entschieden, gemeinsam in die Zukunft zu gehen. Auf der Grundlage eines im Oktober 2018 begonnenen Vorprojektes haben die Stiftungsräte der beiden kirchlichen Hilfswerke dieser Tage einen entsprechenden Grundsatzbeschluss gefasst. Mit ihrem Zusammenschluss wollen Brot für alle und HEKS ihre Position in einem zunehmend kompetitiven Umfeld stärken und gleichzeitig die Wirkung ihrer Projekte und Aktivitäten im Inland und Ausland weiter optimieren. Der Zusammenschluss soll bis im Jahr 2021 vollzogen werden.

In den vergangenen 30 Jahren gab es bereits mehrere Initiativen für einen Zusammenschluss der beiden Hilfswerke HEKS und Brot für alle. Im Oktober 2018 wurde die Idee wieder aufgenommen und in den vergangenen Monaten vertieft geprüft. Eine Projektleitungsgruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern beider Werke, hat unter Einbezug von Mitarbeitenden und mit der Unterstützung eines externen Beratungsunternehmens verschiedene Varianten eines möglichen Zusammenschlusses evaluiert. Insbesondere wurden dabei Fragen nach der Komplementarität der Werke, nach einem gemeinsamen Zielbild, finanzielle Themen sowie die Entwicklung einer gemeinsamen Gouvernanz und Kultur erörtert. Aufgrund der positiven Ergebnisse des Vorprojektes haben die beiden Stiftungsräte am 29. März beziehungsweise 5. April 2019 den Grundsatzentscheid getroffen, dass Brot für alle und HEKS bis 2021 in eine gemeinsame Organisation zusammengeführt werden. Dabei sollen beide Marken vorläufig erhalten bleiben. Hauptsitz der neuen Organisation wird Zürich sein, die Geschäftsstellen der beiden Organisationen in Bern und Lausanne bleiben bestehen. Die ökumenische Zusammenarbeit mit Fastenopfer wird weitergeführt.

Der Zusammenschluss der beiden Hilfswerke wird eine moderate Reduktion des Personalbestandes zur Folge haben. Diese soll sozial verantwortungsvoll und wenn immer möglich im Rahmen der regulären Personalfluktuation innerhalb der nächsten zwei Jahre umgesetzt werden. Die operationelle Struktur, die künftige Strategie und die Rechtsform der neuen Organisation werden in den nächsten Monaten erarbeitet. Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) ist als Stifter beider Werke in diesen Prozess einbezogen. Die Stiftungsräte der beiden Werke sind überzeugt, dass aus dem Zusammenschluss von HEKS und Brot für alle wertvolle Synergien gewonnen werden können und so eine neue, innovative und konkurrenzfähige Organisation entstehen wird. Für ihren Auftrag zugunsten von benachteiligten Menschen weltweit wie in der Schweiz verfügt die neue Organisation über eine ausgewiesene Programmerfahrung, thematische Kompetenz und gesellschaftliche Mobilisierungskraft. 

Medienkontakte:

Brot für alle: Lorenz Kummer, Mediensprecher, Tel. 079 489 38 24, lkummer@bfa-ppp.ch