Konzernverantwortungsinitiative

Stimmen Sie JA am 29.11.!

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News

Ein Banner oder nicht? Das ist hier die Frage

13.11.2020

Über 300 gelbe Banner leuchten weitherum sichtbar, vornehmlich von Kirchtürmen, aber auch von vielen anderen kirchlichen Gebäuden - jedoch nicht überall...

Sierra Leone: Enttäuschte Hoffnung

23.11.2020

Joseph Saffa (Silnorf, Sierra Leone) über ein landwirtschaftliches Projekt, das Bioethanol für die EU produziert und gleichzeitig die Bevölkerung hungernd zu…

Schweigen ist keine Option

19.11.2020

Wer ja sagt zu Umwelt- und Menschenrechten, wer ja sagt zur Konzernverantwortungsinitiative, ist damit in der Kirche nie allein, denn für viele scheint es einf…

Die Argumente

  • 1

    Auch Glencore und LafargeHolcim müssen sich an Menschenrechte und Umweltstandards halten

    Die Beispiele aus der Demokratischen Republik Kongo, aus Uganda und Liberia sind nur die Spitze des Eisbergs. Damit Schweizer Konzerne nicht mehr von Kindern als billige Arbeitskräften, oder auf Kosten der Umwelt profitieren, braucht es die Konzernverantwortungsinitiative.
  • 2

    Wer auf Kinderarbeit setzt oder die Umwelt verschmutzt, soll dafür geradestehen

    Damit sich auch uneinsichtige Konzerne an international anerkannte Menschenrechte und Umweltschutz halten, müssen Verstösse Konsequenzen haben. Konzerne sollen deshalb in Zukunft für von ihnen verursachte Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen verantwortlich gemacht werden können.
  • 3

    Vorbeugen ist besser als Schäden anzurichten, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können

    Vergiftete Gewässer, unheilbare Gesundheitsprobleme, zerstörte Lebensgrundlagen: Viele Folgen unverantwortlichen Wirtschaftens sind nicht mehr rückgängig zu machen. Deshalb steht bei der Konzernverantwortungsinitiative die Prävention an oberster Stelle.
  • 4

    Wer global wirtschaftet, muss auch global Verantwortung übernehmen

    Schweizer Konzerne können heute in Billigländern produzieren und unverschämte Gewinne machen. Wenn sie sich dabei nicht an Gesetze halten, hat es oft keine Konsequenzen. Die Folgen davon sind Unterdrückung und Ausbeutung von Menschen und Umwelt vor Ort. Wir finden: Auch die globalisierte Wirtschaft muss Verantwortung übernehmen.

Gemeinsam können wir die Abstimmung gewinnen

Möchten Sie sich in Ihrer Gemeinde noch mehr für die Konzernverantwortungsinitiative engagieren?

Die kirchliche Stimme für Konzernverantwortung

Kirche für Konzernverantwortung ist eine Plattform, auf der sich Personen, Gemeinden und Organisationen aus der Kirche öffentlich für die Konzernverantwortungsinitiative aussprechen können. 

Die Website wurde vom Verein Kirche  Wirtschaft  Ethik lanciert und macht die Unterstützung aus der Kirche füdie Konzernverantwortungsinitiative sichtbar: www.kirchefuerkonzernverantwortung.ch

Hintergrund

Konzerne zur Verantwortung ziehen

Glencore vergiftet die Flüsse in der Demokratischen Republik Kongo, LafargeHolcim verschliesst die Augen vor Kinderarbeit und Sogescol ist in gravierende Menschenrechtsverletzungen auf Kautschukplantagen in Liberia verwickelt. Immer wieder verletzen Konzerne mit Sitz in der Schweiz im Ausland die Menschenrechte und ignorieren minimale Umweltstandards. Die Konzernverantwortungsinitiative will solchen Geschäftspraktiken einen Riegel schieben.  

Die Konzernverantwortungsinitiative wird von Brot für alle als Teil einer breiten Koalition mit über 110 Organisationen getragen. Sie fordert, dass Konzerne bei ihren Tätigkeiten im Ausland verbindlich prüfen müssen, ob dadurch Menschenrechte und Umweltschutzbestimmungen verletzt werden. Ist dies der Fall, müssen sie entsprechende Massnahmen ergreifen. Handelt ein Konzern nicht und kommt es zu gravierenden Schäden, soll er gerichtlich zur Verantwortung gezogen werden können.

Deshalb unterstützt Brot für alle die Initiative

Die Hintergründe

Für eine faire Diskussion

Der Zürcher Ständerat Ruedi Noser hatte Brot für alle im Zusammenhang mit unseren Recherchen zur Tätigkeit von Socfin in Liberia und der Konzernverantwortungsinitiative wiederholt in der Öffentlichkeit mangelnde Sorgfalt vorgeworfen. Weil ein geplantes Aussprachetreffen mit ihm auf den Herbst verschoben werden musste, wendet sich Brot für alle Mitte Juli in einem offenen Brief an den Politiker. Darin weisen wir darauf hin, dass Nosers Aussagen teils unkorrekt sind, teils an den wirklichen Problemen im Süden vorbeizielen. Brot für alle legt Wert auf eine sachbezogene und faire Diskussionen im Vorfeld der Abstimmung vom 29. November.

Stellungnahme von Brot für allebetreffendden Artikel «Goliath gegen Goliath», erschienen am 9.6.2020in den Publikationen der CH-Media

Lesen Sie hier unsere Korrespondenz mit Ruedi Noser

Dokumente

Glencore: Gefährliche Geschäfte in einem schwachen Staat (Vollständiger Bericht), 10/2020

Engrais dangereux : Négociants suisses et violations de droits humains au Maroc, 6/2019

Glencore en RD Congo : une diligence raisonnable incomplète (nur französisch), 11/2018

Bericht: Glencore en RD Congo : une diligence raisonnable incomplète (nur französisch), 11/2018

Child Labour in the Supply Chain of LafargeHolcim in Uganda: Unresolved Issues, 05/2017

Die Menschenrechtspolitik der Schweizer Konzerne – eine Bestandsaufnahme, 04/2016

Vitol and coal trading: Challenges of human rights due diligence in the supply chain, 8/2015

Zusammenfassung der Glencore Studie auf Deutsch, 06/2014

Kontakt

Portrait von Chatal Peyer
Chantal Peyer

Teamleiterin Ethisch Wirtschaften

021 614 77 10

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