Klimagerechtigkeit einfordern

Für mehr Klimagerechtigkeit

Unter der Klimakrise leiden diejenigen Menschen am meisten, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Diese Menschen leben vor allem im globalen Süden. Deshalb engagiert sich Brot für alle zusammen mit seinen Partnerorganisationen für mehr Klimagerechtigkeit.

Die Klimaerwärmung führt zu Menschenrechtsverletzungen und grossen Verlusten und Schäden, mit denen insbesondere kleine Inseln und die am wenigsten entwickelten Länder konfrontiert sind. Die klimabedingte unfreiwillige Migration, meistens in Form einer Binnen-Migration, nimmt dramatisch zu. Nach Angaben des Internal Displacement Monitoring Centre (IDMC) wurden seit 2008 jedes Jahr durchschnittlich 25,3 Millionen Menschen allein durch plötzlich auftretende Katastrophen vertrieben. Im Jahr 2016 wurden durch plötzlich auftretende Naturkatastrophen 24,2 Millionen Menschen in 118 Ländern vertrieben – das sind dreimal mehr neue Vertreibungen als im gleichen Zeitraum im Zusammenhang mit Konflikten und Gewalt gezählt wurden.

Kompensationen und Rechenschaft einfordern

Seit 2013 anerkennen der Internationale Warschauer Mechanismus für Verlust und Schaden des Uno- Rahmenübereinkommens über Klimaänderungen (UNFCCC), der Global Compact on Migration, das Büro des Hochkommissars für Menschenrechte (OHCHR) und viele weitere Institutionen, dass Schäden, die durch die Klimakrise verursacht werden, kompensiert werden müssen.

Für eine solche Kompensation setzt sich Brot für alle und seine Partner ein. Das indonesische Umwelt-Netzwerk Walhi zum Beispiel kämpft seit Jahren mit Kampagnen, juristischen Klagen, an Konferenzen und mit mutigen Aktionen vor Ort gegen die Zerstörung von Lebensgrundlagen und leistet wertvolle Arbeit, um die Natur Indonesiens und das Klima zu schützen. Walhi fordert von der Regierung mehr Klimaschutz und engagiert sich, damit die Verursacher von Umweltschäden zur Rechenschaft gezogen werden. Da politisch aber nach wie vor zu wenig konkrete Massnahmen gegen den Klimawandel unternommen werden, prüft WALHI, ob bei Klimaschäden auch juristische Wege für mehr Klimagerechtigkeit sorgen können.

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