Öffentliche Beschaffung

Die Einkaufsmacht nutzen

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Gesetz für Nachhaltigkeit in der öffentlichen Beschaffung

21.06.2019

Das Parlament hat heute ein Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB) verabschiedet. Es schafft neue Möglichkeiten für sozial und ökologisch verantwortungsvollen Einkau…

Arbeitsbedingungen treiben Angestellte in den Selbstmord

07.12.2018

Studie belegt: Die Arbeitsbedingungen in chinesischen Elektronikfirmen erhöhen das Suizid-Risiko der Angestellten.

Abstimmung vom 23. September: Ernährungsinitiativen

16.08.2018

Bio, fair, saisonal und regional – am 23. September haben wir die Chance, diese Grundsätze für zukunftsweisende Ernährungssysteme in der Verfassung zu vera…

Hintergrund

Die öffentliche Hand soll fair einkaufen

Jedes Jahr geben Bund, Kantone und Gemeinden in der Schweiz über 40 Milliarden Franken für Bauten, Kleider, Elektronikgeräte und weitere Produkte oder Dienstleistungen aus. Angesichts dieses Einkaufsvolumens hat die öffentliche Hand einen erheblichen Einfluss auf ihre Vertragspartner und damit auch auf die Bedingungen, unter denen Produkte und Dienstleistungen erstellt werden.

Viele von der öffentlichen Hand beschaffte Güter wie Berufskleider, Uniformen und IT-Produkte werden in Ländern hergestellt, die punkto Umwelt- und Arbeitsbedingungen problematisch sind. Kinderarbeit, Löhne weit unter dem Existenzminimum, überlange Arbeitszeiten oder gravierende Umweltverschmutzung sind oft an der Tagesordnung. Ungeachtet solcher Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen bekommt jedoch auch in der Schweiz allzu oft das billigste Angebot den Zuschlag, obwohl die öffentliche Hand bei der verantwortungsvollen Beschaffung an sich Vorbildcharakter haben sollte.  

Das tut Brot für alle

Fair einkaufen soll Pflicht werden

Bei der Revision des Bundesgesetzes zur öffentlichen Beschaffung (Böb) sollen soziale und ökologische Kriterien einfliessen, fordert Brot für alle als Teil einer Allianz von Schweizer Organisationen.

Die Rahmenbedingungen für die Öffentliche Beschaffung befindet sich seit vielen Jahren in Revision: So das Bundesgesetz (BöB) auf nationaler Ebene und die Interkantonale Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen (IVöB) auf kantonaler Ebene. Als Teil einer Koalition engagiert sich Brot für alle dafür, dass soziale und ökologische Kriterien künftig bei der Beschaffung einbezogen werden. Die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung sind für den Bund keine freiwillige Aufgabe, sondern ein Verfassungsauftrag. 

Brot für alle, Fastenopfer, Public Eye, Helvetas, Swiss Intercooperation, die Max Havelaar-Stiftung (Schweiz), Solidar Suisse und Swiss Fair Trade arbeiten als NGO Koalition öffentliche Beschaffung gemeinsam auf die Verankerung von Sozialkriterien im Beschaffungsgesetz hin.

Zudem arbeitet Brot für alle mit Electronics Watch zusammen –  einer Initiative, die öffentliche Beschaffer in Europa dabei unterstützt, sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Elektronikindustrie einzusetzen.

Das können Sie tun

Nachfragen und motivieren

  • Fragen Sie nach: Gemeindeversammlungen, an denen über Grossanschaffungen diskutiert wird, sind ein guter Anlass, um Rückfragen bezüglich sozialer und ökologischer Kriterien des geplanten Projekts zu stellen.
  • Studierende können sich an ihren Hochschulen und Universitäten nach verantwortungsvoller Einkaufspraxis erkundigen.
  • Motivieren Sie Ihre Gemeinde: Motivieren Sie Ihre Gemeinde oder Institution (Universität, öffentliche Verkehrsdienste, Spital etc.) dazu, Mitglied von Electronics Watch zu werden! www.electronicswatch.org

Unsere Partner

In der Schweiz

Fastenopfer

 

International

Electronics Watch

Kontakt

Karin Mader

Menschenrechte im Elektroniksektor

031 380 65 82

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