Fairer Konsum

News

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"Stopp-Benzol" - Mobilfunkverkäufer sind aufgerüttelt

26.10.2016

Benzol tötet: Allein in China sind bis heute rund 100'000 Menschen an den Folgen einer Benzolvergiftung gestorben.

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Benzol tötet. Salt schweigt.

26.09.2016

Unsere Anstrengungen reichten nicht aus, um einen Dialog über den Einsatz von Benzol mit Salt einzuleiten. Eine Delegation besucht sie deshalb heute in Renens.

Produktionshallen in China

Swisscom ergreift Massnahmen gegen Benzol

13.09.2016

Die Kampagne gegen Benzol, die Fastenopfer und Brot für alle letzte Woche lanciert haben, verzeichnet ihren ersten Erfolg.

Collage aus einer Bild aus einer Smartphone-Fabrik und einer westlichen Frau die auf einem Smartphone rumtippt.

Für unseren Konsum bezahlen andere

Wenn wir eine Jeans, ein neues Handy, einen Teppich oder Früchte aus den Tropen kaufen, haben Menschen für uns gearbeitet – doch oft unter miserablen Bedingungen: am Fliessband ohne Pausen, ohne existenzsichernden Lohn, ohne Sozialversicherung, in einsturzgefährdeten Gebäuden, mit gefährlichen Chemikalien. Mit unserem Konsum haben wir einen Einfluss auf das Leben dieser Menschen.

Die Globalisierung hat es mit sich gebracht, dass Waren auf verschlungensten Wegen von zahlreichen Produzenten aus aller Welt produziert werden. Oft mit dem Ziel, so billig und so schnell wie möglich zu fabrizieren. Den wahren Preis dafür bezahlen andere: Die Arbeitenden im Süden, die teilweise unter unmenschlichen und gesundheitsschädigenden Bedingungen an sieben Tagen pro Woche ihre Arbeit verrichten. Auch bei den Rohstoffen am Anfang der Produktionskette sieht es nicht besser aus: Beim Abbau von Coltan, Kupfer, Gold etc. werden häufig umweltschädigende Methoden eingesetzt und teilweise stammen die Rohstoffe gar aus Konfliktgebieten. Oder sie werden, wie die Baumwolle, in Monokulturen angebaut, intensiv bewässert und mit aggressiven Chemikalien behandelt, die die Böden langfristig zerstören.

Als Konsumentinnen und Konsumenten haben wir auf diese Situation einen Einfluss. Denn unser Konsum entscheidet mit, ob nur der Preis zählt oder ob soziale und ökologische Kriterien bei der Herstellung von Gütern ebenfalls eine Rolle spielen.

In diesen Bereichen engagiert sich Brot für alle

Für mehr Fairness entlang der Lieferkette

Brot für alle und ihre Partnerorganisationen engagieren sich für Fairness entlang der ganzen Lieferkette. Auf folgende Konsumgüter hat sich Brot für alle in den letzten Jahren konzentriert.

 

 

 

  • 1

    Faire Computer und Handys

    Brot für alle setzt sich für faire Arbeitsbedingungen in der IT-Industrie ein sowie für einen Rohstoffabbau, bei dem Menschenrechte und Umweltschutz geachtet werden (verlinkt zu Seite HTNR)
  • 2

    Faire Textilindustrie

    Brot für alle engagiert sich als Mitglied der Fear Wear Foundation für faire Arbeitsbedingungen und angemessene Sicherheitsvorkerhungen in der Textilindustrie ein.
  • 3

    Fairer Handel

    Brot für alle hat in der Schweiz Pionierarbeit geleistet und engagiert sich nach wie vor für einen fairen Handel mit Landwirtschaftsprodukten aus dem Süden (verlinkt zu Seite fairer Handel)
  • 4

    Faire Teppiche

    Brot für alle hat das Label STEP mitgegründet, das sich in allen wichtigen Teppichproduktionsländern für faire Arbeitsbedingungen in der Teppichherstellung einsetzt und Entwicklungsprojekte durchführt (verlinkt zu Seite Step)
  • 5

    Faire öffentliche Beschaffung

    Als grösste Konsumenten tragen Bund, Kantone und Gemeinden eine grosse Verantwortung dafür, wo und unter welchen Umständen ihre Waren hergestellt wurden. Brot für alle setzt sich dafür ein, dass soziale und ökologische Kriterien in die öffentliche Beschaffung einfliessen.
Aktivistin von Brot für alle spricht mit Passantin.09.09.2014; Brot fuer alle Aktion im Bahnhof Bern. © Monika Flueckiger

Das tut Brot für alle

Im Norden

Brot für alle sensibilisiert eine breite Öffentlichkeit via Kampagnen, Medienarbeit und Publikationen über die Hintergründe unserer Konsumgüter und zeigt Wege für einen verantwortungsvollen Konsum auf.

Als Mitgründerin und Unterstützerin von Organisationen wie Max Havelaar, Claro, Fear Wear Foundation, STEP, Clean Clothes Campaign und TerrEspoir setzt sich Brot für alle für den fairen Handel ein.

Mittels Lobbyarbeit engagiert sich Brot für alle dafür, dass die öffentliche Hand als Grosskonsumentin (zum Beispiel von IT-Hardware) ihre Verantwortung in den Produktionsländern wahrnimmt, Brot für alle verfasst Stellungnahmen und Studien zuhanden von Verwaltung und Behörden, um ihren Anliegen politisches Gewicht zu geben.

Eine Mitarbeiterin der Fair Wear Foundation spricht mit TextilarbeiterinnenEine Mitarbeiterin der Fair Wear Foundation klärt Textilarbeiterinnen über ihre Rechte auf © FWF

Im Süden

Brot für alle unterstützt Recherchen und Studien, welche die Arbeitsbedingungen im globalen Süden aufdecken, z.B. in der IT- oder in der Bekleidungsindustrie.

Brot für alle unterstützt Partnerorganisationen in Südländern, die Arbeiterinnen und Arbeiter über ihre Rechte aufklären und sich für Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen einsetzen.

Das können Sie tun

Nutzen Sie Ihre Macht als Konsument und Konsumentin

  • 1

    Kaufen Sie bewusst ein

    Ob Computer, Handy oder neue Kleider – überlegen Sie sich, ob Sie das Produkt wirklich benötigen.
  • 2

    Achten Sie auf die Herstellung

    Nicht der Preis sollte Ihren Einkauf bestimmen, sondern die Art und Weise, woher die Rohstoffe kommen und wie das Produkt hergestellt wurde. Denn für den billigen Preis im Norden zahlen die Menschen im Süden.
  • 3

    Bevorzugen Sie Angebote mit Labels

    Es gibt viele Produkte - ob Nahrungsmittel, Kleider oder selbst ein Handy -, die unter ökologischen und sozialen Bedingungen hergestellt wurden. Informieren Sie sich und achten Sie auf Zertifizierungen.
  • 4

    Stellen Sie Fragen

    Mit jeder Frage nach fairen Produkten wird das Bewusstsein in den Läden und Firmen geschärft.
  • 5

    Engagieren Sie sich in Ihrer Gemeinde

    Auch die Verwaltung Ihres Wohnortes ist eine Konsumentin – beispielsweise von Elektronikgeräten, Berufskleidern oder auch Kaffee. Fordern Sie Ihre Gemeinde auf, soziale und umweltgerechte Produkte zu kaufen oder eine Fair Trade Town (verlinkt zu http://www.fairtradetown.ch/de ) zu werden.
1

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