Solidarität mit Menschen im Süden – jetzt mehr denn je

06.04.2020
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Bernard DuPasquier arbeitet bei Brot für alle
als Lead Link in der Organisationsentwicklung.

Solidarität mit Menschen im Süden –
jetzt mehr denn je

Das Coronavirus hat die Welt fest im Griff: Rund vier Milliarden Menschen – über die Hälfte der Weltbevölkerung – erleben aktuell drastische Freiheitsbeschränkungen. Immer mehr Länder schliessen Schulen, Läden und Restaurants; die Wirtschaft wird heruntergefahren. Das öffentliche Leben kommt zum Stillstand.

Auch die öffentlichen Veranstaltungen im Rahmen der diesjährigen Ökumenischen Kampagne zum Thema Saatgut mussten abgesagt werden. Weil wir die 80’000 Rosen, die wir für die traditionelle Rosenaktion bestellt hatten, nicht auf der Strasse verkaufen durften, verschenkten wir die bunte Pracht an Alters- und Pflegeheime. Die Geste berührte und erfreute.

So erleben wir in dieser Krisenzeit auch viel Positives. Mich beeindruckt vor allem die grosse Solidarität, die wir aktuell erleben. In der ganzen Schweiz bildeten sich spontan Gruppen, die Hilfe anbieten, seien es Jugendliche, die für besonders gefährdete Menschen einkaufen, Nachbarn, die Kinder von auswärts arbeitenden Eltern betreuen und viele mehr.

Diese Solidarität darf sich jedoch nicht auf unser Land beschränken. Von unseren Partnerorganisationen im Süden erreichen uns in diesen Tagen besorgniserregende Berichte. Es ist zu befürchten, dass die Covid-19 Pandemie in armen, instabilen Ländern verheerende Folgen haben wird.  Mehr darüber erfahren Sie in unserem neu lancierten Blog, wo Menschen aus dem Süden regelmässig über ihre aktuelle Situation berichten.

Während wir in der Schweiz dank eines funktionierenden Staats und wirtschaftlicher Ressourcen die schlimmsten Auswirkungen des Lockdowns abfedern können, erreichen uns etwa aus Honduras Hilferufe von Menschen, die hungern. In der Demokratischen Republik Kongo hoffte die Bevölkerung nach zwei Jahren Restriktionen zur Eindämmung der Ebola-Epidemie auf eine Normalisierung, nun sind auch dort vor kurzem die ersten Meldungen von Corona-Infizierten aufgetaucht.

Solidarität ist gefragt – auch über die Landesgrenzen hinaus. Der Austausch mit unseren Partnerinnen und Partnern im Süden ist wichtiger denn je – nur gemeinsam können wir diese Krise überwinden. Und weiterkommen.

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