Solidarität und Hilfe während Corona – Recht auf Nahrung

Corona bedroht das Recht auf Nahrung

«Ausgerechnet jetzt kommt auch noch das Virus hinzu. Wir befürchten, dass der Hunger stark zunehmen wird», berichtet Alimata Traoré, Präsidentin der Frauenkooperative Cofersa, besorgt. Mehr als 800 Millionen Menschen weltweit leiden bereits an Hunger. Das Corona-Virus verschärft die Situation nun noch mehr. Neben der praktisch inexistenten Gesundheitsversorgung wird der erschwerte Zugang zu Lebensmitteln bis hin zu Hunger womöglich das viel grössere Problem.

Bereits vor Corona kämpften beispielsweise in Mali viele Menschen ums Überleben. Sie sind darauf angewiesen, täglich Geld zu verdienen, um etwas zu essen kaufen zu können. Aber nun sind die Strassen wegen Corona leer und es gibt keine Arbeit. Weil jene, die Nahrungsmittel anbauen, diese jetzt als eigene Reserven zurückbehalten, wird auf den Strassen und Märkten weniger Nahrung verkauft. Das sinkende Angebot treibt die Preise in die Höhe. Auch in «normalen» Zeiten würden die Nahrungsmittelpreise um diese Jahreszeit steigen, denn die im Mai eingesetzte Regenzeit bedeutet, dass nicht geerntet werden kann. Deshalb unterstützt Brot für alle Cofersa darin, bedürftige Familien mit Lebensmittel aus der lokalen, agrarökologischen Produktion zu unterstützen.

Viele Menschen im Süden haben ausserdem keine oder kaum Mittel, die Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus umzusetzen. In Kamerun vertrauen viele Familien deshalb auf Methoden der traditionellen Medizin, um sich vor Covid-19 zu schützen. Es scheint, dass bei den alternativen Lösungen jene Virusbehandlungen nützen, die der Behandlung von Malaria am nächsten sind. Die Bevölkerung befolgt und respektiert aber auch die zwanzig vom Staat verordneten Eindämmungs-Massnahmen. Mit Unterstützung von Brot für alle bietet unsere Partnerorganisation RADD Frauen, die in der Nachbarschaft der Agroindustrie leben, Hygiene-Kits an. Diese beinhalten Gesichtsmasken, Seifen und Wasserkanister mit einem Hahn zum Zudrehen, die es ihnen ermöglichen, die vorgeschriebenen Hygienemassnahmen einzuhalten und so ihr eigenes Leben sowie das anderer zu schützen.

Projektnummer

835.8071

Budget

139'650

Finanzierung

Spenden

Programmverantwortung

Tina Goethe

Programmziele

Im Süden

  • Brot für alle arbeitet auch in dieser schwierigen Zeit der Corona-Pandemie weiter mit den Partnern vor Ort zusammen. Es ist wichtig, dass die langfristige Arbeit nicht zusätzlich unter der Krise leidet. Die Situation hat sich aber für die Menschen vor Ort erschwert. Deshalb unterstütz Brot für alle die Partnerorganisationen mit zusätzlichen Massnahmen:

  • Die Süd-Partner werden dabei unterstützt, Nothilfe in Form von Lebensmitteln und Hygiene-Sets zu leisten. Unsere Partner führen zusätzlich Informationskampagnen zum Corona-Virus durch. Dabei achten unsere Partnerorganisationen je nach Möglichkeit darauf, Produkte aus lokaler und ökologischer Produktion zu verteilen. Auch sollen die Hygienekits verschiedenen Frauengruppen ein Einkommen ermöglichen. Die Seifen und Masken werden nämlich von Frauenkooperativen hergestellt.

Im Norden

  • Brot für alle sensibilisiert die Öffentlichkeit in der Schweiz für die negativen Auswirkungen des Corona-Virus und des dadurch ausgelösten Hungers auf die Menschen im Süden. Wir bewegen die Schweizer Politik und Öffentlichkeit dazu, zur Finanzierung von Hilfsmassnahmen.

  • Mit ihren nationalen und internationalen Partnern fördert Brot für alle die Kommunikation zwischen unseren Süd-Partnern, internationalen Institutionen, sowie der Öffentlichkeit bei uns. Brot für alle unterstützt ihre Partnerorganisationen im Süden darin, ihren Stimmen Gehör zu verschaffen und dass sich die internationale Gemeinschaft mit der betroffenen Bevölkerung solidarisiert.

Ihr Beitrag

Mit einer Spende für den Notfallfonds Programm Recht auf
Nahrung unterstützen Sie unsere Partner darin Nothilfe
leisten zu können.
PC 40-984-9
Programm-Nr. 835.8071

Projektauskunft

Maria Dörnenburg

Bürenstrasse 12
3007 Bern

Tel +41(0) 31 380 65 62
Fax +41(0) 31 380 65 64

doernenburg@bfa-ppp.ch


Hier das Projektblatt als PDF herunterladen »

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Welchen Betrag möchten Sie spenden?