Klimagerechtigkeit

Gerechtigkeit für die Opfer des Klimawandels

Walhi

Indonesiens Natur ist spektakulär. Nirgends auf der Welt gibt es so artenreiche Tropenwälder. Die letzten Orang-Utans sind auf den Inseln Kalimantan (Borneo) und Sumatra beheimatet. Doch anstatt diesen Schatz zu hüten, wird der Umweltschutz von Regierung und von Konzernen mit Füssen getreten und die Natur auf der Jagd nach schnellem Profit mutwillig zerstört. Kohlekraftwerke, Staudämme oder die rasant fortschreitende Ausbreitung von Palmölplantagen sind nur einige Beispiele für diese beängstigende Entwicklung.

«Die Politiker und Konzernchefs müssen endlich ihre Verantwortung wahrnehmen und handeln», sagt Yuyun Harmono, der Verantwortliche für das Klimaprogramm bei Walhi, Partnerorganisation von Brot für alle. Dieses Jahr hat er gemeinsam mit anderen Walhi-Aktivistinnen und -Aktivisten gegen die staatlichen Investitionen in Kohlemienen gekämpft und mehr Klimagerechtigkeit für die Menschen in Indonesien gefordert. Sein Kampf in Indonesien ist ein Kampf für uns alle: Wenn es um das Klima geht, sitzt die Welt in einem Boot.

Projektnummer

835.8061

Land

Indonesien

Dauer

2018 bis 2020

Projektsumme

Fr. 35 000.- / Jahr

Verantwortung

Julia Jawtusch

Das indonesische Umwelt-Netzwerk Walhi ist das grösste und älteste Umwelt- und Menschrechtsnetzwerk des Landes. Es engagiert sich auf allen Ebenen dafür, dass die Umwelt und insbesondere die Tropenwälder des Landes intakt bleiben. Denn sie sind nicht nur die Lebensgrundlage der Bevölkerung, sondern auch zentral für den Klimaschutz. Walhi kämpft seit Jahren gegen diese Zerstörung an. Mit Kampagnen, juristischen Klagen, an Konferenzen und mit mutigen Aktionen vor Ort leistet Walhi wertvolle und unermüdliche Arbeit, um die Natur Indonesiens und damit auch die Lebensgrundlagen der Bevölkerung zu schützen. Denn intakte Wälder, die viel Kohlenstoff speichern können und über eine grosse Biodiversität verfügen, sind entscheidend für uns alle.

Projektziele

Aktivitäten im Süden

  • Der Schwerpunkt des Programms für Klimagerechtigkeit liegt auf dem Klimaschutz, der Anpassung an den Klimawandel und der Katastrophenvorsorge. Lokale Gemeinschaften, die vom Klimawandel und von der Zerstörung der Natur betroffen sind, sollen gestärkt und Lösungen für mehr Klimaschutz aufgezeigt werden. Dazu engagieren sich Brot für alle und Walhi gemeinsam in grossen Allianzen mit politischem Gewicht.

    • Neue Modelle zur Anpassung an den Klimawandel werden gefördert
    • Lokale Gemeinschaften werden darin unterstützt, klimafreundliche Ernährungssysteme aufzubauen.
    • Massnahmen für den Katastrophenschutz werden ausgeweitet.
    • Durch Kampagnen und Advocacy-Arbeit soll die Regierung dazu bewegt werden in erneuerbare Energien zu investieren anstatt in fossile Brennstoffe.

Engagement im Norden

  • Brot für alle informiert die Schweizer Bevölkerung über die Folgen des Klimawandels für die Menschen im Süden, und zeigt, dass eine ökologische Landwirtschaft am besten zur Lösung des Klimawandels beiträgt.

  • Brot für alle engagiert sich in der Schweizer Politik, um Parlament und Bundesrat zu klimafreundlichem Handeln zu bewegen und Verantwortung für die mitverursachten Folgen des Klimawandels zu übernehmen

Walhi ist eine Umweltorganisation, die 1991 gegründet wurde. Die Organisation engagiert sich mit Kampagnen und politischer Einflussnahme gegen die Ausbreitung von industriellen Plantagen, die die Umwelt und die Lebensgrundlagen der lokalen Gemeinschaften zerstören. Gleichzeitig werden die Menschen dabei unterstützt, ihr Land zu verteidigen und sich für ihre eigenen Rechte einzusetzen.

www.walhi.or.id

Projektauskunft

Maria Dörnenburg

Bürenstrasse 12
3007 Bern

Tel +41(0) 31 380 65 62
Fax +41(0) 31 380 65 64

doernenburg@bfa-ppp.ch


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