Dossier

Palmöl und die Freihandelsabkommen mit Malaysia und Indonesien

24.08.2018

Seit 2014 verhandelt die Schweiz im Rahmen der EFTA ein Freihandelsabkommen (FHA) mit Malaysia. Die FHA-Verhandlungen mit Indonesien begannen 2011. Beide Verhandlungen sind gemäss Seco weit fortgeschritten. Ein zentraler Streitpunkt ist jedoch die Forderung von Malaysia und Indonesien nach Zollbefreiung für den Import von Palmöl. Dagegen hat sich in der Schweiz – aber auch in den beiden südostasiatischen Ländern –Widerstand formiert.

Palmöl ist weltweit auf dem Vormarsch und heute das meist konsumierte pflanzliche Öl. Seine Produktion hat sich in den letzten 12 Jahren beinahe verdoppelt, auf heute rund 70 Mio. Tonnen. Auch die Schweizer Importe von Palmöl sind stark angestiegen – trotz eines Zolls von rund 100%. In den vergangenen 20 Jahren haben sich die Einfuhren mehr als verdreifacht und stehen heute bei ca. 30‘000 Tonnen. Davon stammen 40% aus Malaysia und Indonesien, wo sich die Ölpalmplantagen auf Kosten von Regenwald und Menschen stetig ausdehnen.

In diesem Dossier werden die Hauptargumente für den geforderten Ausschluss von Palmöl aus den beiden FHA ausführlich begründet. Sie betreffen aussen- und agrarpolitische sowie menschenrechtliche, ökologische und gesundheitliche Aspekte.

Das Seco behauptet, dass die Palmölproduktion gerade ärmeren Kleinbauern helfen würde und die Möglichkeit biete, diese Menschen aus der Armut zu befreien. Allerdings hält diese Behauptung einer genaueren Überprüfung nicht stand, wie die detaillierte Analyse im Faktenblatt Kleinbauern in diesem Dossier zeigt. Darin werden 10 Gründe diskutiert, warum die Kleinbauern in aller Regel die grossen Verlierer des Palmöl-Booms in Malaysia und Indonesien sind.

Download: Dossier – Palmöl und die Freihandelsabkommen mit Malaysia und Indonesien