Medienmitteilung

Medienmitteilung zum Jahresbericht 2015

23.05.2016

Wandel hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft in einer gerechteren Welt: Gemeinsam mit den Partnerorganisationen im Norden und im Süden hat Brot für alle 2015 an dieser Vision gearbeitet. Mit Erfolg, wie im soeben veröffentlichten Jahresbericht 2015 zu lesen ist.

2015 stand für Brot für alle im Zeichen von Wandel. Anfang September hat Bernard DuPasquier die Geschäftsleitung von Beat Dietschy übernommen. Verstärkt will Brot für alle den gesellschaftlichen Wandel unterstützen. Ziel ist eine Welt, in der die Menschen in Würde leben können. «Eine andere Welt ist möglich – und existiert in vielen Ansätzen bereits, wir müssen nur den Blick darauf richten und die Anregungen aufnehmen», ist Bernard DuPasquier überzeugt. Um dem Ziel näher zu kommen, müsse Nachhaltigkeit umfassend gelebt werden: «Zur wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Dimension gehört auch als vierte, zentrale Dimension die Spiritualität.»

Tagung zu «Hunger, Wut und Wandel»

Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligten sich an der Tagung «Hunger, Wut und Wandel». Sie formulierten Lösungsansätze, die auch in die Arbeit von Brot für alle einfliessen. Die sozialen und ökologischen Krisen und rund 800 Millionen Hungernde weltweit belegen, wie nötig ein Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft ist. Erfolge der Partnerorganisationen von Brot für alle im Süden zeigen, dass Änderungen möglich sind. In Benin führte der Druck der Zivilgesellschaft zu Verbesserungen im Landgesetz: Neu ist eine Höchstgrenze für privaten Landbesitz festgeschrieben – eine erste Schranke gegen Land Grabbing. Das hilft, das Recht auf Nahrung für alle zu sichern. Land Grabbing, verkaufen oder verpachten von fruchtbarem Land an Investoren, nimmt in vielen Ländern ungebremst zu.

Kampagnen zum Recht auf Nahrung und Ethisch Wirtschaften

2015 brachte die Ökumenische Kampagne zu Ernährung und Klimawandel viel Aufmerksamkeit. Brot für alle trug eine Petition an Bundesrätin Doris Leuthard mit. Gesammelt wurde ein wesentlicher Teil der 108 000 Unterschriften für die Klima-Petition. Gefordert wurde, dass sich die Schweiz an der Welt-Klimakonferenz in Paris – und darüber hinaus – für strenge Klimaziele und wirksame Massnahmen einsetzt. Im August wurde erstmals die Geschäftspolitik des grössten Schweizer Rohstoffunternehmens Vitol unter die Lupe genommen. Der Blick zeigte viele negative Auswirkungen des Kohleabbaus in Südafrika. Das Beispiel verdeutlicht, warum Brot für alle im Tätigkeitsbereich „Ethisch Wirtschaften“ als entwicklungspolitische Organisation der Reformierten Kirchen die Konzernverantwortungsinitiative mitträgt und Unterschriften gesammelt hat. In einer globalisierten Wirtschaft darf die Sorgfaltspflicht von Konzernen für Menschen und Umwelt nicht an den Landesgrenzen aufhören.

Die Spendeneinnahmen von Brot für alle stiegen 2015 leicht. Dank dieser Unterstützung konnten Brot für alle und die Partnerwerke 2015 mit 19 Millionen Franken etwas mehr Mittel für die Entwicklungsarbeit einsetzen.

 

Auskunft:

Bernard DuPasquier, Geschäftsleiter Brot für alle, +41 079 489 38 24, dupasquier@bfa-ppp.ch

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