Medienmitteilung

Jahresrechnung 2008: Spendenerfolg bei Brot für alle

20.04.2009

Brot für alle konnte im Jahr 2008 das beste Spendenergebnis seit 16 Jahren verbuchen. Trotz (oder vielleicht auch wegen) der Tatsache, dass Brot für alle politisch klar Stellung bezieht: Für die Armen, gegen ausbeuterische Strukturen und für eine gerechtere Welt.

Fast 12 Millionen Franken (genau: 11 939 432 Franken) erhielt  Brot für alle letztes Jahr an Spenden, rund 580’000 Franken oder 5,1% mehr als im Vorjahr. Es ist das beste Ergebnis seit 16 Jahren. Sowohl Privatspenden wie auch die Überweisungen aus Kirchgemeinden trugen dazu bei.
Zu den Spenden kam der unveränderte Programmbeitrag der DEZA (4,1 Millionen) und „übrige Erträge“ (400’000 Franken). Insgesamt flossen
Brot für alle letztes Jahr also 16,5 Millionen Franken zu.
Auch die Zahlen zum Aufwand sind positiv. Trotz einer Personalaufstockung in der Entwicklungspolitik konnten die Ausgaben um CHF 27 000 gesenkt werden. Das ist nicht viel, aber es zeigt das hohe Kostenbewusstsein von Brot für alle.

Besonders erfreulich sind die Zahlen aus der Schweiz für die Menschen im Süden. Brot für alle konnte für Projekte und Programme der Partnerwerke 11 775 765 Franken verteilen, 5,8 % mehr als im Jahr 2007.

„Wir danken allen, die uns unterstützt haben und die uns weiterhin unterstützen“, sagt Beat Dietschy, Zentralsekretär von Brot für alle. „Den Spenderinnen und Spendern ebenso wie den Freiwilligen in den Kirchgemeinden. Sie sind es, die unsere Arbeit tragen.“
Dietschy blickt über die Buchhaltung von Brot für alle hinaus. „Die Krise, die sich letztes Jahr schon abzeichnete, hat sich auf die Spenden nicht negativ ausgewirkt“, sagt er. „Im Gegenteil. Möglicherweise hat das Scheitern von riskanten Finanzmanövern Werte wie Solidarität und Gemeinsinn wieder belebt.“
Dietschy weist darauf hin, dass Brot für alle wie immer auf Bewusstseinsbildung gesetzt habe, nicht auf billige Werbung. „Das positive Jahresergebnis von Brot für alle zeigt, dass Tatsachen und Aufklärung auch in Zeiten des politischen Populismus noch etwas gelten“, sagt er und ergänzt: „Das ist eine gute Nachricht. Nicht nur für Brot für alle, sondern auch für das politische System der Schweiz.“