Über uns

Jahresbericht 2009: Gutes Spendenergebnis trotz Finanzkrise

07.06.2010

Die Spenderinnen und Spender zeigten sich auch im vergangenen Jahr trotz der unsicheren Wirtschaftlage überaus solidarisch. Mit rund 12'200’000 CHF Spendeneinnahmen hat Brot für alle das Ergebnis des Vorjahres (11'940’000 CHF) noch einmal übertroffen. Thematisch stand das Jahr 2009 für Brot für alle ganz im Zeichen der Klimagerechtigkeit. Nebst ihrem entwicklungspolitischen Engagement legte die Organisation die Grundlage dafür, dass Klimafragen künftig als Querschnittsthema in die Entwicklungszusammenarbeit einfliessen.

Zusammen mit dem Beitrag der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) konnten insgesamt 17’991’500 CHF verbucht werden. Davon flossen 12’342’000 CHF direkt in die Projekte der Partnerorganisationen. „Wir sind sehr erfreut über das Spendenergebnis und die grosse Solidarität. Wir werden uns damit weiterhin entwicklungspolitisch und durch die Unterstützung von Projekten für gerechtere globale Rahmenbedingungen und Chancen einsetzen“, sagt Beat Dietschy, Zentralsekretär von Brot für alle.  Nebst leichten Mehreinnahmen in verschiedenen Bereichen ist auch die Erhöhung des Deza-Rahmenkredits für die Projektunterstützung von 2009 bis 2012 auf 5’300’000 CHF (bisher 4’225’000 CHF) ein wichtiger Erfolg. 

Thematisch stand das Jahr 2009 für Brot für alle ganz im Zeichen der Klimagerechtigkeit. Denn der Klimawandel und seine Folgen bedrohen diejenigen Menschen am meisten, die am wenigsten dazu beigetragen habe. „Zunehmende Dürren, Starkregen und Überschwemmungen bedrohen die Menschen im Süden immer stärker und gefährden damit auch die Erfolge langjähriger Entwicklungszusammenarbeit“, sagt Miges Baumann, Leiter Entwicklungspolitik bei Brot für alle.

„Gefordert ist ein griffiges internationales Klimaabkommen mit namhaften Zugeständnisse der Industrieländer zur CO2-Reduktion und Klimaschutzmassnahmen für Entwicklungsländer“, sagt Baumann. Mit einer Petition und über 10’000 Unterschriften forderten Brot für alle und Fastenopfer die Schweizer Regierung dazu auf, konkrete Klimaverpflichtungen einzugehen und sich international für ein faires Klimaabkommen einzusetzen. Ein Energiespar-Leitfaden sowie ein CO2-Rechner sensibilisierten Kirchgemeinden und Privatpersonen für den eigenen Energieverbrauch und regten diese zum Energiesparen an. Auf internationaler Ebene setzte sich Brot für alle als Mitglied der Vereinigung protestantischer Hilfswerke in Europa (Aprodev) für ein faires und griffiges Nach-Kyoto-Abkommen ein.

Klima als Querschnittsthema in der Entwicklungszusammenarbeit

Auf Ebene der Projektunterstützung wurden Massnahmen zu Anpassung an Klimagefahren und Reduktion von Katastrophenrisiken als Querschnittsthema für die nächsten Jahre definiert. Dazu wurde ein Analyseinstrument entwickelt, welches die Auswirkungen des Klimawandels untersucht und Anpassungsstrategien für die betroffenen Gebiete herauskristallisiert. Mögliche Strategien werden im  Rahmen von Workshops mit den Projektverantwortlichen und der lokale Bevölkerung diskutiert und erarbeitet.

Finanziert werden die Klimaanpassungs-Massnahmen durch den „Spezialfonds Klima und Entwicklung“, der 2009 zu diesem Zweck geäufnet wurde. Die 63’800 CHF, die dank der Unterstützung von Kirchgemeinden und Einzelpersonen im ersten Jahr in den Fonds flossen, konnten in vier ausgewählte Projekte in Äthiopien, Bangladesh, Burkina Faso und Kolumbien investiert werden.  

Mehr zum Jahresbericht 2009 »