Südpartner

Berta Cáceres – weltweit geschätzte indigene Menschenrechtsverteidigerin und Umweltschützerin in Honduras erschossen

08.03.2016

Brot für alle trauert mit ihrem honduranischen Südpartner ANAFAE um Berta Cáceres. Sie wurde am 3. März 2016 in ihrem Haus in der Stadt La Esperanza erschossen. Cáceres war eine prominente Exponentin der honduranischen Gemeinschaft der Lencas, die sich seit Jahren gegen den Bau eines grossen Staudamms auf ihrem Territorium einsetzen.

Das Staudammprojekt birgt enorme Umweltschäden und die Zerstörung der Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung. Europäische Entwicklungsbanken und Unternehmen sind an dem Projekt beteiligt. Ihre Gemeinde ist Mitglied des Netzwerkes ANAFAE – einem langjährigen Brot für alle-Südpartner. Erst im letzten November bat Brot für alle den Schweizer Botschafter und das DEZA-Büro in Honduras in einem Brief, sich für den Schutz der Lencas einzusetzen, die zunehmend Opfer von Polizeigewalt und Bedrohungen sind.

Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass Berta Cáceres aufgrund ihres politischen Engagements sterben musste. Die honduranische Regierung ignorierte die Forderungen der Interamerikanischen Menschrechtskommission und der Uno-Sonderberichterstatterin, die mutige Frau unter Polizeischutz zu stellen.