Grosses Engagement der Kirchen für verantwortungsvolle Konzerne

Abschluss der Ökumenischen Kampagne 2016

28.03.2016

Bern/Luzern, 28. März 2016. – Ein Thema, das interessierte, noch mehr Fastengruppen und viele Unterschriften – eine erste Bilanz der Ökumenischen Kampagne 2016 von Fastenopfer, Brot für alle und Partner sein, die gestern Ostersonntag zu Ende ging.Bern/Luzern, 28. März 2016. – Ein Thema, das interessierte, noch mehr Fastengruppen und viele Unterschriften – eine erste Bilanz der Ökumenischen Kampagne 2016 von Fastenopfer, Brot für alle und Partner sein, die gestern Ostersonntag zu Ende ging.

Anhand des Goldabbaus in Burkina Faso und seinen Folgen für die Bevölkerung verdeutlichte die Ökumenische Kampagne den Zusammenhang unserer Verantwortung und Gerechtigkeit. Das Thema stiess in der Schweiz, wo 70 Prozent des weltweiten Goldes verarbeitet wird, auf grosses Interesse. Ein Novum für die Ökumenische Kampagne war das Sammeln von Unterschriften für eine Initiative: Die Konzernverantwortungsinitiative fordert gesetzliche Regeln, damit Schweizer Unternehmen die Menschenrechte überall auf der Welt respektieren. In Verbindung mit der Kampagne fand das Anliegen grosse Unterstützung.

Mit viel Kreativität setzten die rund 3000 Pfarreien und Kirchgemeinden das Thema der Kampagne um, mit Installationen, Theateraufführungen, im Religionsunterricht und natürlich in den Gottesdiensten. Im Tessin gab es noch nie derart viele Veranstaltungen. Und auch die Zahl der Projektreservationen erreichte einen neuen Höchstwert. Wachsender Beliebtheit erfreut sich das gemeinsame Fasten: In der Deutschschweiz stieg die Zahl der Fastengruppen auf über 60. In der Romandie, wo das Angebot eine längere Tradition geniesst, trafen sich beinahe ebenso viele Gruppen. Die Mitglieder haben regelmässig ihre spirituellen wie körperlichen Erfahrungen ausgetauscht – und so auf besonders intensive Weise die Ökumenische Kampagne erlebt. 

Auch die Aktionen wie Suppentage, „Brot zum Teilen“ und der Rosenverkauf finden weiterhin grossen Zuspruch in der Bevölkerung. Während bei der Brotaktion mit Einnahmen von rund 50‘000 Franken zu rechnen ist, brachte allein der Verkauf der 130‘000 Fairtrade-Rosen rund eine halbe Million Franken für die Projektarbeit ein. Bischof Joseph Seoka aus Südafrika, der sich in Bern an der Rosenaktion engagierte, sagte: «Ich bin beeindruckt von der Solidarität der Menschen in der Schweiz mit der Entwicklungsarbeit.»

Der Dank richtet sich an die vielen Menschen in den Pfarreien und Kirchgemeinden, die mit ihrem Engagement die Ökumenische Kampagne in die Öffentlichkeit trugen. Diese brachten auch umfangreiche Spenden für die Projektarbeit der drei Entwicklungsorganisationen. Dank dieser Solidarität können Brot für alle, Fastenopfer und Partner sein ihre Partnerorganisationen im Süden unterstützen. So wirkt der Grundsatz der Ökumenischen Kampagne 2016, die Gerechtigkeit zu stärken, an vielen Orten weiter. 

In zwei Sätzen fasste Abbé Léonard Santedi, Generalsekretär der kongolesischen Bischofskonferenz und Gast der Kampagne, die Ökumenische Kampagne zusammen: «Um die Situation zu verändern, braucht es uns alle. Ein einziger Finger kann keine Banane schälen!»