Medienmitteilung

Abschluss der Ökumenischen Kampagne 2010: Stoppt den unfairen Handel!

06.04.2010

Mit dem Osterfest geht die Ökumenische Kampagne „Stoppt den unfairen Handel“ zu Ende. Dank schweizweiten Aktionen, Suppentagen, Gottesdiensten, Podiums- und Kulturveranstaltungen wurde das Anliegen der Kampagne, die Menschen zu einem lustvollen und ökologischen Konsumverhalten zu motivieren, mehr als erreicht. Ihr Engagement gegen ein unfaires Welthandelssystem führen Brot für alle, Fastenopfer und Partner sein nach der Kampagne auf verschiedenen Ebenen fort.

„Die Vielfalt und Kreativität der diesjährigen Kampagnen-Aktionen und die grosse Anteilnahme von Menschen in der ganzen Schweiz haben uns riesig gefreut“, sagt Antonio Hautle, Direktor des Fastenopfers. Rund 1300 katholische Pfarreien und 1300 reformierte Kirchgemeinden sowie viele Freiwillige haben sich in diesem Jahr an der ökumenischen Kampagne beteiligt.

So wurde das Kampagnenthema beispielsweise an einem ökumenischen Gottesdienst im St. Gallischen Nideruzwil zum Anlass für ein „Kirchenpoker“ um fiktive Lebensmittel zu spielen und so die unfairen Welthandelsregeln direkt erlebbar zu machen. Auf spielerische Weise regten 50 Geschichtenabende, die in verschiedenen Lokalen in der Romandie stattfanden, zum Nachdenken darüber an, was „ein gutes Geschäft“ ist.

Dieses Jahr sprach die Kampagne neben Einzelpersonen und Gruppen gezielt auch die Behörden an: Aufgrund einer Umfrage zum Fairen Handel im öffentlichen Beschaffungswesen haben die Werke Anfragen von Beschaffungsstellen für eine Zusammenarbeit erhalten und auch der Schweizerische Städteverband hat das Gespräch gesucht.

Erfolgreicher Brot- und Rosenverkauf

Die Suppentage, Rosen- und Brotaktionen, die in der Zwischenzeit zur Tradition geworden sind, erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Freiwillige haben 160’000 von der Migros zur Verfügung gestellte Fair-Trade-Rosen am 13. März an rund 600 Orten verkauft. zudem gingen über 80’000 „Brote zum Teilen“ in 580 Bäckereien über den Ladentisch. „Wer genug hat, sollte mit denjenigen teilen, die weniger haben“, sagt etwa Bäcker Paul Schnüriger aus Rothenthurm im Kanton Schwyz, der bereits zum dritten Mal an der Aktion teilgenommen und dafür ein Spezialbrot aus zweifarbigem Teig kreiert hat.

Geld gesammelt wurde auch in den Kirchgemeinden und Pfarreien: So traten beispielsweise 17 Konfirmandinnen und Konfirmanden in Meyriez bei Murten während 24 Stunden in die Pedale, um Sponsorengelder für Entwicklungsprojekte zu sammeln. Und in der Welschschweiz verzichteten rund 40 Fastengruppen mit mehr als 500 Personen für mehrere Tage auf Nahrung und unterstützten mit dem dadurch gesparten Geld Menschen im Süden.

Engagement geht weiter

„Der Einsatz für ein gerechtes Welthandelssystem bleibt auch nach der Kampagne ein zentrales Anliegen von Brot für alle, Fastenopfer und Partner sein“, sagt Beat Dietschy, Zentralsekretär von Brot für alle: „Das grosse Echo auf die Kampagne hat gezeigt, dass unsere Forderung nach einem fairen Welthandel von einem breiten Teil der Bevölkerung mitgetragen wird“

Ein wichtiges Anliegen bleibt etwa die Ausweitung des Fairen Handels auf Non-Food-Produkte wie Computer oder Kleider. Daher legen die Werke die Schwerpunkte in der Schweiz weiterhin in entwicklungspolitischen Vorstössen und in der Sensibilisierungsarbeit. Darüber hinaus setzen sie sich durch die Unterstützung und Begleitung von Projekten in Asien, Afrika und Lateinamerika für eine gerechtere Welt ein. Solche Projekte sind echte Alternativen und fördern einen Welthandel, der das Recht auf Nahrung respektiert.

Medienmitteilung von Brot für alle und Fastenopfer