60 Jahre Brot für alle

Grund zum Feiern!

Im Juni 1961 wurde Brot für alle als einmalige Sammel- und Informationskampagne ins Leben gerufen. Und 2021 feiern wir das Jubiläum einer Organisation, die sich seit 60 Jahren im Norden wie im Süden für einen Wandel hin zu neuen Modellen der Nahrungsmittelproduktion und der Wirtschaft engagiert. Wahrlich ein guter Grund zum Feiern! Und ein guter Moment, um innezuhalten und zurückzublicken auf 60 Jahre voller Erfolge und lachende Gesichter. 

Plakat der Ökumenischen Kampagne 2007

Einflussreiche Kampagnen

Wichtige Meilensteine sind die Mitbegründungen von verschiedenen wichtigen Organisationen: Alliance Sud, die sich seit 1970 für gerechte Beziehungen zwischen Nord und Süd einsetzt. Claro fair trade, die ab 1977 fairen Handel mit Partnern im Süden aktiv mitgestaltet. Oder das Label STEP und die Stiftung Max Havelaar, die in den 1990er Jahren durch Mithilfe von Brot für alle lanciert wurden.

In 60 Jahren hat Brot für alle viele erfolgreiche Kampagnen lanciert. Eine Aktion, die sich 2007 für bessere Arbeitsbedingungen in der Computerindustrie in Asien einsetzte, führte zu Pilotprojekten für die Bildung der Arbeiterschaft in China. Und 2016 veranlasste die Kampagne «High Tech-No Rights» von Fastenopfer und Brot für alle, dass sich die Swisscom als Teil der Lieferkette für eine benzolfreie Produktion von Mobiltelefonen einsetzte – denn der Stoff ist für Arbeiterinnen und Arbeiter am Fliessband höchst krebserregend.

60 Jahre Brot für alle bedeutet auch jahrelanger Einsatz gegen die Menschenrechtsverletzungen von global agierenden Konzernen. Dieser Einsatz hat mit der Konzernverantwortungsinitiative und dem Erreichen des Volksmehrs im Jahr 2020 einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Zu diesem Engagement gehören aber auch spannende Studien und Recherchen, die die Tätigkeiten von global agierenden Firmen mit Sitz in der Schweiz beleuchten, beispielsweise Glencore in der demokratischen Republik Kongo.

Erfolgreiches Engagement

Dass Erfolge nicht nur durch einzelne Kampagnen entstehen, sondern auch durch jahrelanges Engagement, beweist der Einsatz für Kleinbauernfamilien. Durch juristische Beratung hat Brot für alle Menschen in Sierra Leone unterstützt, die mit windigen Pachtverträgen vom Schweizer Konzern Addax um ihr Land gebracht wurden. Zu nennen ist auch auch der erfolgreiche Kampf gegen Saatgutgesetze in Ländern wie Honduras oder Guatemala, um die Ernährungssouveränität zu gewährleisten.

Natürlich verschoben sich in der Zeit auch die Themen, für die sich Brot für alle einsetzt. So nahm die Organisation 2009 Klimaschutz und Klimagerechtigkeit in die Projektunterstützung auf. Brot für alle organisiert in der Schweiz KlimaGespräche, die interessierten Menschen dabei helfen, ihr Leben auf Klimakurs zu bringen. Und Klimaworkshops im globalen Süden sollen Projektpartner helfen, sich besser auf Umweltkatastrophen vorzubereiten.

Dass Brot für alle als kleine Organisation so viel hat bewirken können, ist nur Dank Ihrer Unterstützung möglich. Deswegen ist dieses Jubiläum vor allem auch der richtige Anlass, um Danke zu sagen: Herzlichen Dank, dass Sie sich für eine gerechtere Welt einsetzen. Wäre es nicht schön, wenn alle Menschen überall auf der Welt ohne Not leben könnten? Diese Welt ist möglich. Vielleicht nicht heute, aber mit Ihrer Hilfe jeden Tag ein bisschen mehr.

Einreichung der Konzernverantwortungsinitiative 2016

Ihre Spende

Vielen Dank für ihre Unterstützung!